Leitfaden

Atemübungen: Mehr als nur Luftholen – Dein Weg zu innerer Ruhe

Atemübungen sind dein Schlüssel zu mehr Ausgeglichenheit in stressigen Zeiten. Ob im Büro, in der Bahn oder vor dem Schlafengehen – mit diesen Techniken findest du schnell zurück zu deiner inneren Mitte. Besonders in unserer schnelllebigen Welt bieten sie eine wertvolle Auszeit für Körper und Geist.

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Visuelle Einführung

ein Mann sitzt auf einer Yogamatte mitten in einem Garten
ein Mann sitzt auf einer Yogamatte mit den Händen in den Taschen
ein Mann sitzt auf einem Skateboard in einem Garten
ein Mann sitzt auf einem Bett und schaut auf sein Handy
Junge Frau meditiert auf dem Fußboden zu Hause
ein Mann sitzt auf einer Yogamatte mitten im Wald
ein Mann liegt auf einem Bett mit einem Tattoo am Arm
Mann meditiert im Lotussitz auf einer Matte.
Photo by Aalo Lens on Unsplash
Mann meditiert in einem hellen, minimalistischen Raum.
Mann im Lotussitz auf einer Yogamatte meditierend
Frau meditiert in einem Park im Herbst
Frau meditiert im Schneidersitz auf dem Boden
Frau meditiert in einem Park mit herbstlichen Bäumen
Frau meditiert friedlich auf Yogamatte im Herbstpark
Frau übt Yoga auf Matte im Park
Frau meditiert im Lotussitz auf Yogamatte im Freien
Frau meditiert an einem Herbsttag im Park
Drei Frauen praktizieren Yoga draußen im Herbst
Frau meditiert friedlich auf einer Yogamatte im Freien
Mann macht Yoga in einem Wohnzimmer

Erwartung

Es war ein einem grauen Morgen in der Stadt, als ich beschloss, dass sich etwas ändern musste. Seit Wochen fühlte ich mich wie im Hamsterrad – zwischen Arbeit, Familie und Alltagsstress kam ich kaum noch zur Ruhe. Meine begeisterte Yogalehrer-Freundin hatte mir schon länger zu Atemübungen geraten und erklärt, dass dies wie eine kleine Auszeit für die Seele sei. Ich war skeptisch. Wie sollte einfaches Atmen mir helfen, wenn nicht einmal mein geliebter Sonntagskaffee im meinem Viertel das schaffte? Doch der ständige Druck im Nacken und die schlaflosen Nächte ließen mich schließlich einwilligen. Ich suchte mir eine ruhige Ecke in meiner Altbauwohnung, schloss die Augen und versuchte mich an meiner ersten bewussten Atmung.

Eintauchen

Die ersten Atemzüge fühlten sich ungewohnt an – zu sehr war ich es gewohnt, flach in die Brust zu atmen. Ich spürte die kühle Luft, die durch meine Nase strömte, frisch und belebend. Beim Ausatmen hörte ich das leise Rauschen der Wasser in der Ferne und das sanfte Knistern der Kerze vor mir. Meine Hände lagen auf dem Bauch, und ich war überrascht, wie sich meine Bauchdecke hob und senkte – ein Gefühl, das ich seit meiner Kindheit nicht mehr bewusst wahrgenommen hatte. Plötzlich bemerkte ich einen ungewohnten Geschmack auf meiner Zunge, eine leichte Süße vom Kräutertee, den ich vorher getrunken hatte. Die Gedanken kreisten zunächst um die anstehende Präsentation, doch mit jedem Atemzug wurde der Gedankenstrom ruhiger, wie sanfte Wellen bei Windstille.

Reflexion

Als ich nach einiger Zeit die Augen öffnete, fühlte ich mich wie neu geboren. Die Anspannung in meinen Schultern war wie weggeblasen, und mein Kopf war so klar wie der Himmel über der Himmel an einem frischen Morgen. Ich verstand plötzlich, warum die Erfahrene Menschen früher vor wichtigen Entscheidungen einen Spaziergang machten – manchmal braucht es einfach diesen Moment des Innehaltens. Seit diesem Tag sind Atemübungen mein Geheimtipp gegen den Alltagsstress. Ob morgens vor dem Aufstehen, in der Mittagspause oder abends an einem ruhigen Ort – diese kleinen Auszeiten haben mein Leben verändert. Und das Beste daran: Sie passen in jede Handtasche und kosten keinen Cent. Selbst mein Chef hat schon gefragt, warum ich seit neuestem so entspannt wirke. Vielleicht verrate ich ihm mein Geheimnis ja beim nächsten Teammeeting – oder besser doch nicht?

Bewusstes Atmen aktiviert den Parasympathikus und senkt nachweislich den Cortisolspiegel – perfekt nach einem anstrengenden Tag im Büro oder im Homeoffice.
Tiefes Atmen erhöht die Sauerstoffversorgung und verbessert so Konzentration und Denkleistung – ideal für die Mittagspause oder vor wichtigen Terminen.
Die bewusste Atmung wirkt wie ein körpereigenes Beruhigungsmittel und hilft bei Einschlafproblemen – ganz ohne Tabletten.
Regelmäßige Atemübungen erhöhen die Lungenkapazität und stärken das Immunsystem – besonders wichtig in der Erkältungszeit.
Bestimmte Atemtechniken können bei akuten Angstzuständen oder Panikattacken innerhalb von Minuten Linderung verschaffen.
Die Bauchatmung massiert die inneren Organe und fördert so eine gesunde Verdauung – ideal nach dem Mittagessen.
Atemübungen helfen, Emotionen zu regulieren und fördern ein Gefühl von innerem Frieden – auch in stressigen Lebensphasen.
  1. Such dir ein ruhiges Plätzchen – das kann dein Wohnzimmer, der Park um die Ecke oder sogar dein Bürostuhl sein.
  2. Setz dich bequem hin, entweder auf einen Stuhl mit geradem Rücken oder im Schneidersitz auf eine Decke. Hauptsache, du sitzt aufrecht und bequem.
  3. Leg eine Hand auf deinen Bauch, um die Bauchatmung besser zu spüren. Die andere Hand kannst du aufs Herz legen.
  4. Schließ die Augen und nimm drei bewusste Atemzüge. Spür, wie sich dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.
  5. Zähle langsam beim Einatmen, halte den Atem kurz an, und atme dann doppelt so lange aus.
  6. Wiederhole diesen Zyklus 5-10 Mal. Spüre, wie sich dein Körper mit jedem Atemzug mehr entspannt.
  7. Öffne langsam die Augen und nimm dir einen Moment, um nachzuspüren. Wie fühlst du dich jetzt?
  • Bequeme Kleidung, die die Atmung nicht einengt
  • Ruhiger, gut gelüfteter Raum oder ruhiges Plätzchen im Park
  • Sitzgelegenheit oder Matte (optional)
  • 5-15 Minuten ungestörte Zeit
  • Offenheit für neue Erfahrungen
  • Eventuell eine Decke für die Entspannung

Atemübungen sind generell sicher, aber schwangere Frauen und Personen mit Atemwegserkrankungen sollten vorher ihren Arzt konsultieren. Bei Schwindelgefühl die Übung unterbrechen und normal weiteratmen. Beginne langsam und steigere die Dauer allmählich. Bei Fieber oder akuten Atemwegsinfektionen sollte auf anstrengende Atemübungen verzichtet werden. Bei leichten Erkältungen können sanfte Atemübungen hilfreich sein, aber höre auf deinen Körper.

Schon wenige Minuten täglich können Wunder bewirken. Mehrere kurze Einheiten über den Tag verteilt sind ideal.
Ja, besonders für Anfänger kann das Liegen mit angewinkelten Beinen (Stichwort: 'Stufenlagerung') hilfreich sein. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und die Bauchatmung gut spüren kannst.
Das ist ganz normal, besonders am Anfang. Unterbrich die Übung einfach, atme normal weiter und versuche es später mit einer sanfteren Atmung. Mit der Zeit gewöhnt sich dein Körper daran.
Morgens helfen sie beim Wachwerden, abends beim Abschalten. Probier aus, was dir guttut. Viele Menschen schätzen eine kurze Atempause in der Mittagssonne an einem ruhigen Ort.
Bei verstopfter Nase oder Atemwegsinfekten solltest du sanfter atmen und auf deinen Körper hören. Die Wechselatmung (Nadi Shodhana) kann bei verstopfter Nase sogar hilfreich sein.
Absolut! Bestimmte Atemtechniken wie die 'Kühlende Atmung' (Sitali) können bei akuter Nervosität wahre Wunder wirken – probier es vor deinem nächsten wichtigen Termin aus!
Nein, Hauptsache, die Kleidung ist bequem. Ein enger Gürtel oder ein zu strammer Rock könnten die Bauchatmung behindern. In der Stadt sieht man schließlich alles – da fällt deine Atemübung gar nicht weiter auf!
Ja, Atemübungen ergänzen sich perfekt mit Progressiver Muskelentspannung, Autogenem Training oder einer kurzen Meditation. Viele Kurse bieten spezielle Atemübungen an.
Manche Menschen spüren sofort eine Beruhigung, andere brauchen einige Tage regelmäßiger Praxis. Sei geduldig mit dir selbst – wie die Wellen des Meeres: Sie kommen und gehen, aber das Meer bleibt.
Ja, es gibt diskrete Übungen, die auch am Arbeitsplatz möglich sind. Die 'Zwerchfellatmung' zum Beispiel ist unauffällig und hilft bei der Konzentration. Einfach aufrecht hinsetzen, Hände auf den Bauch legen und tief in den Bauch atmen – das fällt zwischen zwei Meetings gar nicht auf.
Ja, die '4-7-8-Atmung' oder die 'Bauchatmung mit langer Ausatmung' eignen sich perfekt zum Einschlafen. Viele Hamburger schwören darauf, besonders wenn die Gäste in der Wohnung über ihnen mal wieder feiern.
Ja, für Kinder gibt es tolle spielerische Übungen wie die 'Bienchen-Atmung' oder die 'Blumenwiesen-Atmung'. In vielen Kindertagesstätten und Grundschulen werden diese Techniken bereits erfolgreich eingesetzt. Für jüngere Kinder reichen 1-2 Minuten völlig aus.

Tief durchatmen und entspannen!