Leitfaden

Rudern entdecken: Vom Anfänger zum Wasserprofi

Rudern verbindet Ausdauersport mit Naturerlebnis und ist eine der gesündesten Ganzkörpersportarten. Ob allein im Einer oder im Team - beim Rudern findest du deinen Rhythmus auf dem Wasser und lernst gleichzeitig wunderschöne Landschaften vom Wasser aus kennen.

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Visuelle Einführung

Eine Person rudert ein Boot auf einem Gewässer
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Ein Drachenboot-Team macht sich startklar.
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Drachenboot-Team fährt über das Wasser.
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Drachenbootfahrer bereiten sich auf den Start des Rennens vor.
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Ein Drachenboot-Team fährt über das Wasser.
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ein Mann mit Schwimmweste hält einen Rettungsring
Eine Person rudert ein Boot auf einem Gewässer
Frau in schwarzem und rotem Kleid sitzt auf einem schwarzen Boot auf dem Meer bei Tageslicht
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Eine Person rudert ein Boot
Mann in weißem Hemd fährt tagsüber auf einem gelben Kajak auf dem Fluss
Eine Person sitzt auf einem Paddelbrett
zwei Männer rudern ein Boot auf einem Gewässer
Mann in blauem Hemd und blauer Jeans sitzt bei Tageslicht auf einem rot-gelben Boot
Frau in blau-weißem Kajak auf einem Gewässer bei Tageslicht
Mann fährt auf einem Kajak auf dem Meer
Mann fährt auf einem Kajak
Person segelt auf einem Gewässer
Person fährt auf einem braunen Boot auf grünem Wasser bei Tageslicht
ein Gemälde von zwei rudernden Männern in einem Boot
zwei Personen in einem Boot
Photo by G-R Mottez on Unsplash

Erwartung

Schon als Kind habe ich fasziniert den Ruderern auf dem See zugeschaut. Die gleichmäßigen Bewegungen, das sanfte Gleiten über das spiegelglatte Wasser - das wollte ich auch können. Als ich mich endlich traute, war das Herzklopfen kaum auszuhalten. Ob ich das schaffe? Ohne ins Wasser zu fallen? Die Vorfreude war riesig, als ich mich beim örtlichen Ruderverein für den Schnupperkurs anmeldete. Die erste Theoriestunde war spannend - die Komplexität des Ruderns wurde schnell deutlich Es geht nicht einfach nur um Kraft, sondern um Technik, Rhythmus und vor allem ums Gefühl fürs Wasser.

Meine Ausrüstung war schnell zusammen: enge Sportkleidung, die auch nass werden darf, eine Kopfbedeckung gegen die Sonne und eine wiederverwendbare Trinkflasche. Die Tage bis zum ersten Training zogen sich wie Kaugummi. Ich stellte mir vor, wie es sein würde, selbst das Boot zu steuern, den Fahrtwind im Gesicht zu spüren. Gleichzeitig hatte ich Respekt vor der Technik - schließlich wollte ich nicht als "Seiteneinsteiger" enden, wie man im Ruderjargon so schön sagt.

Eintauchen

Der große Tag auf dem See war magisch. Das wackelige Gefühl, als ich vorsichtig ins Boot stieg, werde ich nie vergessen. Der Trainer wirkte beruhigend und erklärte, ich solle mich einfach vom Wasser tragen lassen. Und tatsächlich - je mehr ich mich entspannte, desto stabiler wurde das Boot. Beim ersten kräftigen Zug spürte ich sofort, wie das Boot unter mir Fahrt aufnahm. Das sanfte Plätschern der Ruder, das leise Klackern der Dollen, der frische Duft nach Wasser und Schilf - ein Gefühl von Freiheit, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte.

Nach den ersten zaghaften Versuchen fand ich meinen Rhythmus. Ich konzentrierte mich auf die richtige Reihenfolge der Bewegungen. Die Sonne brannte auf meinen Nacken, während ich mich konzentrierte, die Bewegungen fließend auszuführen. Plötzlich verstand ich, warum manche Ruderer von "Meditation in Bewegung" sprechen. Die Gedanken wurden ruhig, nur noch der Rhythmus zählte. Als eine Entenfamilie vorbeischwamm und mich neugierig musterte, musste ich lächeln - das war mein Moment des völligen Einklangs mit der Natur.

Beim Wenden wurde es dann doch noch spannend. Das Boot schaukelte bedrohlich, als ich die Ruder falsch herum einsetzte. Der Trainer rief, ich solle mich nicht verkrampfen. Ich atmete tief durch, korrigierte die Haltung - und plötzlich glitt das Boot wieder ruhig dahin. Dieser Moment des Über-sich-Hinauswachsens, das Gefühl, eine Herausforderung gemeistert zu haben - das war purer Adrenalinkick!

Reflexion

Nach der ersten Stunde war ich völlig erledigt, aber glücklich wie schon lange nicht mehr. Jeder Muskel schmerzte, aber auf eine gute Art. Zu Hause unter der Dusche spürte ich noch immer das sanfte Schaukeln des Bootes. Beim Abendbrot mit meiner WG erzählte ich begeistert von meinem Erlebnis - und war überrascht, wie viele meiner Freunde auch schon immer mal rudern wollten.

In den folgenden Wochen wurde aus dem Schnupperkurs eine Leidenschaft. Jedes Mal, wenn ich jetzt am Ufer stehe und die Ruderer auf dem Wasser beobachte, muss ich schmunzeln. Ich gehöre jetzt dazu, zu dieser besonderen Gemeinschaft von Menschen, die das Glück gefunden haben, auf dem Wasser zu Hause zu sein. Rudern hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen - nicht nur für den Körper, sondern vor allem für die Seele.

Mittlerweile bin ich trainiere regelmäßig mit einem Ruderergometer und trainiere regelmäßig mit meinem Verein. Die ersten Wettkämpfe stehen an, und während ich das schreibe, lächele ich bei dem Gedanken daran, wie alles mit diesem einen Schnupperkurs begann. Manchmal muss man einfach den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren - wer weiß, wohin es einen trägt!

Rudern trainiert zahlreiche Muskelgruppen und kann Ausdauer, Kraft und Koordination verbessern - ein effizientes Training für den ganzen Körper.
Durch die fließenden Bewegungen wird der Bewegungsapparat geschont, was Rudern ideal für Menschen jeden Alters macht - vom Teenager bis zum Senior.
Die gleichmäßige Bewegung und der Kontakt mit Wasser reduzieren nachweislich Stresshormone und fördern die mentale Entspannung - Balsam für die Seele.
Besonders im Mannschaftsboot lernst du, dich auf andere einzustellen und im Team zu agieren - ein echtes Gemeinschaftserlebnis auf dem Wasser.
Rudern ermöglicht einzigartige Perspektiven auf die Natur - ob auf Seen, Flüssen oder entlang malerischer Ufer.
Regelmäßiges Rudern stärkt die Rumpfmuskulatur und beugt Haltungsschäden vor - perfekt für alle, die viel sitzen.
Rudern ist ein hocheffektives Training zur Gewichtskontrolle und Figurformung.
  1. Informiere dich über örtliche Rudervereine oder -schulen in deiner Nähe - viele bieten kostenlose Schnupperkurse an
  2. Buche einen Anfängerkurs, um die Grundlagen von erfahrenen Trainern zu lernen (dauert meist 5-10 Stunden)
  3. Lerne die wichtigsten Sicherheitsregeln und Kommandos kennen - Sicherheit geht vor!
  4. Beginne mit dem Training an Land (Rudergerät) zur Vorbereitung aufs Wasser
  5. Beginne mit geführten Touren in Begleitung
  6. Übe regelmäßig, um ein Gefühl für das Boot und die Technik zu bekommen - Übung macht den Meister
  7. Steigere dich langsam und erkunde verschiedene Gewässer in deiner Umgebung
  • Sicheres Schwimmen (mindestens ein Schwimmabzeichen empfohlen)
  • Ruderverein oder -schule in der Nähe finden
  • Bequeme, enge Sportkleidung (keine weiten Hosen)
  • Sonnenschutz (Kappe, wasserfeste Sonnencreme)
  • Ausreichend zu trinken (mindestens 1 Liter)
  • Wechselkleidung für danach
  • Geduld und gute Laune
  • Grundkondition (nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich)

Schwimmwesten sind für Anfänger und bei schwierigen Bedingungen Pflicht. Achte auf Wetterbedingungen und meide Gewässer mit starkem Schiffsverkehr. Bei gesundheitlichen Einschränkungen vorher ärztlichen Rat einholen. Kinder nur unter Aufsicht und mit Schwimmweste rudern lassen. Viele Vereine bieten spezielle Kurse für Menschen mit Handicap an.

Aber sicher! Rudern kann man in jedem Alter erlernen. In fast jedem Ruderverein gibt es spezielle Anfängerkurse, die dir Schritt für Schritt die Technik beibringen. Die meisten Neulinge sind überrascht, wie schnell sie erste Erfolgserlebnisse haben.
Das ist gar nicht so teuer, wie viele denken. Ein Schnupperkurs kostet meist zwischen 50-100€. Die Jahresmitgliedschaft in einem Verein beginnt bei etwa 150€. Viele Vereine verleihen Anfängern die Ausrüstung, sodass du erstmal nichts kaufen musst.
Überhaupt nicht! Rudern eignet sich für jedes Fitnesslevel. Zu Beginn geht es vor allem um die richtige Technik. Die Kondition kommt mit der Zeit von alleine. Viele Anfänger sind überrascht, wie schnell sie Fortschritte machen.
Bequeme, enge Sportkleidung, die auch nass werden darf. Spezielle Funktionswäsche ist am Anfang nicht nötig. Wichtig: enge Hosenbeine, damit sie nicht in den Rollen hängen bleiben. Und vergiss die Sonnencreme nicht - auf dem Wasser brennt die Sonne stärker!
Die Grundtechnik erlernst du in etwa 5-10 Stunden. Für sicheres Fahren in verschiedenen Situationen solltest du mit etwa 20-30 Stunden Training rechnen. Aber keine Sorge - schon nach den ersten paar Malen wirst du ein gutes Gefühl fürs Boot bekommen.
Ja, es gibt spezielle Einer-Boote für Einsteiger. Allerdings ist es ratsam, die Grundlagen zunächst in der Gruppe oder mit einem Trainer zu erlernen, bevor du dich allein aufs Wasser wagst. Sicherheit geht vor!
Bei Beachtung der Sicherheitsregeln ist Rudern eine der sichersten Wassersportarten. Wichtig sind Schwimmkenntnisse, bei unsicheren Bedingungen eine Schwimmweste und das Einhalten der Wettervorhersage. In Deutschland gibt es zudem strenge Sicherheitsvorschriften, an die sich die Vereine halten müssen.
Die meisten Vereine bieten Kurse für Kinder ab etwa 10 Jahren an. Nach oben gibt es keine Altersgrenze - in vielen Vereinen sind aktive Ruderer bis ins hohe Alter unterwegs. Es ist nie zu spät, mit diesem Sport zu beginnen!
Bei korrekter Technik kann Rudern sogar bei Rückenbeschwerden helfen, da es die Rückenmuskulatur stärkt. Allerdings solltest du bei bestehenden Problemen unbedingt vorher mit deinem Arzt sprechen. Viele Physiotherapeuten empfehlen Rudern sogar bei leichten Rückenbeschwerden.
Zu Beginn reichen 1-2 Einheiten pro Woche völlig aus. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Regelmäßigkeit. Deine Muskulatur und dein Körpergefühl entwickeln sich mit der Zeit. Höre auf deinen Körper und überfordere dich nicht gleich am Anfang.
Auf jeden Fall! Rudern ist ein sehr effektives Ganzkörpertraining, das sich hervorragend zur Gewichtsreduktion und Straffung der Muskulatur eignet, besonders in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung.
Beim Riemenrudern hältst du mit beiden Händen ein Ruder, beim Skullen hast du in jeder Hand ein kürzeres Ruder. Riemen wird meist in größeren Booten gefahren, während Skullen eher für Einer- und Doppelzweier typisch ist. Beide Techniken haben ihren Reiz - probier am besten beides aus!
Ja, viele Vereine bieten auch im Winter Training an. Bei entsprechenden Temperaturen geht's aufs Wasser (mit spezieller Kälteschutzkleidung), ansonsten wird auf Ruderergometer in der Halle umgestiegen. Die Hauptsaison geht von März bis November, aber richtige Enthusiasten rudern das ganze Jahr über.
Schau nach einem Verein mit gutem Anfängerbereich und erfahrenen Trainern. Die Atmosphäre sollte zu dir passen - manche Vereine legen mehr Wert auf Leistungssport, andere auf den geselligen Aspekt. Die meisten Vereine bieten Schnuppertage an - nutze die Gelegenheit, um dich umzuschauen und Mitglieder kennenzulernen.
Nein, die nötige Muskulatur baust du dir mit dem Training auf. Wichtiger als Kraft ist zunächst die richtige Technik. Rudern ist ein sehr ausgewogenes Training, das den ganzen Körper gleichmäßig fordert. Du wirst überrascht sein, welche Muskeln du plötzlich spürst, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie hast!

Entdecke die Ruhe auf dem Wasser - ein unvergleichliches Erlebnis!