Leitfaden

Achtsamkeit für Kinder: Spiele & Übungen für mehr Konzentration und Ausgeglichenheit

Einfache, altersgerechte Achtsamkeitsübungen, die Kindern helfen, ihre Emotionen zu verstehen, sich zu konzentrieren und innere Ausgeglichenheit zu entwickeln. Perfekt für den Alltag in Familie, Kindergarten und Schule.

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Visuelle Einführung

Frau im roten Rundhals-Shirt und schwarzem Rock sitzt auf dem Boden
Photo by Cymo Tome on Unsplash
Mann in blauem T-Shirt und brauner Hose sitzt tagsüber auf einem braunen Holzsitz
Ein kleiner Junge sitzt mit zusammengelegten Händen auf dem Boden
Ein kleines Mädchen spielt mit einem Spielzeuglastwagen
Junge im roten T-Shirt sitzt neben einem Jungen im grauen T-Shirt
ein Mann mit Kopfhörern an einem Tisch sitzend
Vier Menschen praktizieren Yoga auf Matten in einem Park
Eine Person sitzt auf einem Stein im Wasser
Eine Person sitzt auf einem Stein und schaut auf einen See
Menschen, die im Herbst im Park Yoga machen
Frau in blauem Langarmhemd und blauer Jeans sitzt tagsüber auf dem Boden
Nahaufnahme einer Schreibmaschine mit einem Schild
Frau im roten T-Shirt und schwarzer Hose sitzt auf einer grauen Betonstraße
Mann in weiß-blau gestreiftem Hemd sitzt auf einem braunen Holztisch
Ein junger Mann sitzt mitten auf einem Feld
Mädchen im weißen T-Shirt sitzt auf einem grünen Sofa
Eine Person sitzt auf einem Felsen an einem See
Photo by TONG KBP on Unsplash
Eine Gruppe von Menschen sitzt im Gras
Photo by Galih Jelih on Unsplash
Frau im roten Langarm-Shirt sitzt tagsüber auf einer braunen Holztreppe

Erwartung

Als ich zum ersten Mal von Achtsamkeitsübungen für Kinder hörte, war ich skeptisch. Können Kindergartenkinder wirklich meditieren? Wird das nicht viel zu abstrakt? Doch die Vorstellung, meiner Tochter Lina Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit dem Trubel im Kindergarten besser klar zu kommen, ließ mich nicht los. Ich beschloss, es mit einer einfachen Atemübung zu versuchen - fünf Minuten am Tag, direkt nach dem Vorlesen. Lina fragte mit großen Augen, ob wir jetzt wie die Feen im Märchenbuch zaubern würden, als ich ihr von unserer neuen 'Zauberatem'-Zeit erzählte.

Eintauchen

Wir kuschelten uns auf das alte Sofa, das noch von meiner Oma stammte, und ich zeigte Lina, wie wir unsere Hände auf den Bauch legen können, um den Atem zu spüren. 'Schau mal, wie ein kleiner Ballon, der sich hebt und senkt', flüsterte ich. Draußen raschelten die Blätter der alten Linde im Wind, während wir gemeinsam zählten: 'Eins... zwei... drei...' Manchmal kicherte Lina, wenn ihr Bauch knurrte, und wir lachten gemeinsam. Besonders mochte sie die 'Bienenatmung' - das Summen erinnerte sie an unseren letzten Ausflug zum Imker. Die goldene Abendsonne fiel durch die Vorhänge und malte tanzende Lichter an die Wand, während wir unsere Übungen machten.

Reflexion

Nach einigen Wochen bemerkte ich, wie Lina die Übungen in ihren Alltag integrierte. Als ihr kleiner Bruder ihr das Lieblingsglas zerbrach, setzte sie sich hin, legte die Hände auf den Bauch und atmete tief ein und aus - genau wie wir es geübt hatten. In der Vorweihnachtszeit, wenn die Hektik groß war, erinnerte sie mich an unsere 'Zauberzeit'. Diese kleinen Momente der Stille sind zu unserem persönlichen Ritual geworden, so wie der Sonntagskuchen bei Oma. Heute, wenn ich Lina sehe, wie sie selbstbewusst durchs Leben geht, weiß ich, dass wir ihr mit diesen einfachen Übungen etwas Wertvolles mitgegeben haben.

Studien zeigen, dass regelmäßige Achtsamkeitsübungen die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern deutlich verbessern können. Kinder lernen, sich besser zu fokussieren - ob bei den Hausaufgaben oder beim gemeinsamen Spiel.
Durch das bewusste Wahrnehmen eigener Gefühle und Gedanken entwickeln Kinder ein solides Selbstwertgefühl. Sie lernen: 'Ich bin okay, so wie ich bin' - eine wichtige Grundlage für ein starkes Selbstvertrauen.
In unserer hektischen Welt helfen die Übungen Kindern, zur Ruhe zu kommen - ganz ohne Medikamente. Besonders abends können einfache Atemtechniken das Einschlafen erleichtern.
Kinder lernen, ihre Gefühle zu benennen und angemessen damit umzugehen. Das führt zu weniger Wutausbrüchen und mehr Verständnis für sich und andere.
Durch Achtsamkeit entwickeln Kinder mehr Einfühlungsvermögen - eine wichtige Fähigkeit für Freundschaften und das Zusammenleben in der Gemeinschaft.
Regelmäßige Entspannungsübungen helfen Kindern, besser ein- und durchzuschlafen. Besonders die 'Traumreisen' sind bei vielen Familien fester Bestandteil des Zubettgeh-Rituals.
Gemeinsame Achtsamkeitsübungen schaffen wertvolle Momente der Verbundenheit - wie früher das gemeinsame Vorlesen oder Backen mit Oma.
  1. Beginne mit kurzen Einheiten von 2-3 Minuten und steigere dich langsam - wie beim Üben eines Musikinstruments.
  2. Wähle eine ruhige Tageszeit, zum Beispiel vor dem Schlafengehen oder nach der Rückkehr aus der Kita.
  3. Erkläre deinem Kind spielerisch, was Achtsamkeit ist: 'Das ist wie eine kleine Auszeit für dein Gehirn, so wie wenn der Fuchs im Märchen eine Pause im Bau macht.'
  4. Starte mit einfachen Atemübungen wie dem 'Bienenatm' (Summen wie eine Biene) oder der 'Blume riechen' (tief durch die Nase einatmen).
  5. Nutze die Natur: Beobachte gemeinsam die Wolken, hört den Vögeln zu oder spürt den Wind im Gesicht - das funktioniert auch im Stadtpark.
  6. Baue die Übungen in den Alltag ein: Beim Zähneputzen, auf dem Weg zum Kindergarten oder beim Warten an der Bushaltestelle.
  7. Sei geduldig und mache mit - Kinder lernen am besten durch Vorbilder. Wenn sie sehen, dass auch Mama oder Papa zur Ruhe kommen, macht das neugierig!
  • Ruhiger, störungsfreier Raum ohne Ablenkungen
  • Bequeme Kleidung, die nicht einengt
  • Weiche Unterlage oder Kissen zum Sitzen
  • 5-10 Minuten ungestörte Zeit
  • Glas Wasser in Reichweite
  • Offene, geduldige Haltung der begleitenden Erwachsenen
  • Eventuell eine Klangschale oder Glocke

Die Übungen sind für Kinder im Vorschulalter geeignet. Bitte achten Sie auf eine ruhige Umgebung und üben Sie nicht mit vollem Magen. Bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen oder Vorerkrankungen konsultieren Sie bitte vorab einen Kinderarzt. Für Kinder mit sensorischen Besonderheiten können die Übungen angepasst werden - zum Beispiel durch Verwendung von Gewichtsdecken oder speziellen Sitzkissen.

Bereits Kleinkinder können können spielerisch an Achtsamkeit herangeführt werden. Die Übungen sollten dem Alter entsprechend kurz und spielerisch gestaltet sein - zum Beispiel das 'Bienensummen' oder das bewusste Spüren eines Kuscheltiers auf dem Bauch beim Atmen.
Für Kindergartenkinder genügen 2-5 Minuten, Schulkinder können sich 5-10 Minuten konzentrieren. Wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit. Lieber täglich kurz üben als einmal die Woche lange.
Kein Zwang! Bieten Sie die Übungen spielerisch an und seien Sie selbst ein Vorbild. Oft hilft es, die Übungen in Geschichten zu verpacken: 'Lass uns mal wie eine schläfrige Schildkröte atmen' oder 'Kannst du hören, wie leise es ist, wenn alle mitspielen?'
Ja, besonders Kinder mit ADHS profitieren von den Übungen. Wichtig ist, mit sehr kurzen Einheiten zu beginnen und Bewegung einzubauen, zum Beispiel 'Yoga-Tiere' oder 'Gehmeditation wie ein schlauer Fuchs'. Bei Bedarf sollten spezialisierte Therapeuten hinzugezogen werden.
Aber sicher! Viele kulturelle Bräuche eignen sich wunderbar: Das gemeinsame Beisammensein, das bewusste Beobachten der Natur bei Spaziergängen oder das achtsame Backen. Auch das bewusste Erleben der Natur hat eine lange Tradition.
Nein, Sie brauchen keine teuren Materialien. Manchmal können einfache Dinge wie eine Feder, eine Klangschale oder ein besonderer Stein helfen, die Aufmerksamkeit zu lenken. Wichtig ist vor allem Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.
Aber ja! Es ist sogar besonders wertvoll, wenn Sie die Übungen gemeinsam mit Ihrem Kind entdecken. Sie müssen kein Experte sein - die gemeinsame Erfahrung zählt. Vielleicht entdecken Sie ja gemeinsam, wie schön es ist, mal bewusst zur Ruhe zu kommen.
Idealerweise täglich, auch wenn es nur für wenige Minuten ist. Viele Familien bauen die Übungen in bestehende Rituale ein: nach dem Vorlesen, vor dem Mittagessen oder als Teil des Zubettgeh-Rituals. Die Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Dauer.
Ja, Achtsamkeitstechniken können helfen, mit Prüfungsangst umzugehen. Einfache Atemübungen oder die '5-4-3-2-1-Methode' (5 Dinge sehen, 4 hören, 3 fühlen, 2 riechen, 1 schmecken) können in Stresssituationen beruhigend wirken.
Die Grundprinzipien sind für alle gleich. Allerdings bevorzugen manche Kinder bewegungsorientierte Übungen ('Krafttier-Yoga'), während andere ruhige Meditationen mögen. Wichtig ist, auf die individuellen Vorlieben des Kindes einzugehen.
Mit der Zeit können Kinder lernen, die Übungen selbstständig durchzuführen. Vorschulkinder brauchen meist noch Begleitung, während Schulkinder oft gerne eigene 'Achtsamkeitszeiten' einfordern. Eine schöne Übergangslösung sind Hörbücher mit geführten Kindermeditationen.
Achten Sie auf kleine Veränderungen: Kann sich Ihr Kind besser konzentrieren? Schläft es besser? Geht es gelassener mit Frustration um? Oft merken Sie es auch daran, dass Ihr Kind die Übungen von sich aus einfordert oder sie Geschwistern oder Stofftieren beibringt.

Entdecke die Welt der kindlichen Achtsamkeit und fördere das Wohlbefinden deines Kindes!