Achtsamkeit für Kinder: Spiele & Übungen für mehr Konzentration und Ausgeglichenheit
Einfache, altersgerechte Achtsamkeitsübungen, die Kindern helfen, ihre Emotionen zu verstehen, sich zu konzentrieren und innere Ausgeglichenheit zu entwickeln. Perfekt für den Alltag in Familie, Kindergarten und Schule.
Visuelle Einführung
Erwartung
Als ich zum ersten Mal von Achtsamkeitsübungen für Kinder hörte, war ich skeptisch. Können Kindergartenkinder wirklich meditieren? Wird das nicht viel zu abstrakt? Doch die Vorstellung, meiner Tochter Lina Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit dem Trubel im Kindergarten besser klar zu kommen, ließ mich nicht los. Ich beschloss, es mit einer einfachen Atemübung zu versuchen - fünf Minuten am Tag, direkt nach dem Vorlesen. Lina fragte mit großen Augen, ob wir jetzt wie die Feen im Märchenbuch zaubern würden, als ich ihr von unserer neuen 'Zauberatem'-Zeit erzählte.
Eintauchen
Wir kuschelten uns auf das alte Sofa, das noch von meiner Oma stammte, und ich zeigte Lina, wie wir unsere Hände auf den Bauch legen können, um den Atem zu spüren. 'Schau mal, wie ein kleiner Ballon, der sich hebt und senkt', flüsterte ich. Draußen raschelten die Blätter der alten Linde im Wind, während wir gemeinsam zählten: 'Eins... zwei... drei...' Manchmal kicherte Lina, wenn ihr Bauch knurrte, und wir lachten gemeinsam. Besonders mochte sie die 'Bienenatmung' - das Summen erinnerte sie an unseren letzten Ausflug zum Imker. Die goldene Abendsonne fiel durch die Vorhänge und malte tanzende Lichter an die Wand, während wir unsere Übungen machten.
Reflexion
Nach einigen Wochen bemerkte ich, wie Lina die Übungen in ihren Alltag integrierte. Als ihr kleiner Bruder ihr das Lieblingsglas zerbrach, setzte sie sich hin, legte die Hände auf den Bauch und atmete tief ein und aus - genau wie wir es geübt hatten. In der Vorweihnachtszeit, wenn die Hektik groß war, erinnerte sie mich an unsere 'Zauberzeit'. Diese kleinen Momente der Stille sind zu unserem persönlichen Ritual geworden, so wie der Sonntagskuchen bei Oma. Heute, wenn ich Lina sehe, wie sie selbstbewusst durchs Leben geht, weiß ich, dass wir ihr mit diesen einfachen Übungen etwas Wertvolles mitgegeben haben.
- Beginne mit kurzen Einheiten von 2-3 Minuten und steigere dich langsam - wie beim Üben eines Musikinstruments.
- Wähle eine ruhige Tageszeit, zum Beispiel vor dem Schlafengehen oder nach der Rückkehr aus der Kita.
- Erkläre deinem Kind spielerisch, was Achtsamkeit ist: 'Das ist wie eine kleine Auszeit für dein Gehirn, so wie wenn der Fuchs im Märchen eine Pause im Bau macht.'
- Starte mit einfachen Atemübungen wie dem 'Bienenatm' (Summen wie eine Biene) oder der 'Blume riechen' (tief durch die Nase einatmen).
- Nutze die Natur: Beobachte gemeinsam die Wolken, hört den Vögeln zu oder spürt den Wind im Gesicht - das funktioniert auch im Stadtpark.
- Baue die Übungen in den Alltag ein: Beim Zähneputzen, auf dem Weg zum Kindergarten oder beim Warten an der Bushaltestelle.
- Sei geduldig und mache mit - Kinder lernen am besten durch Vorbilder. Wenn sie sehen, dass auch Mama oder Papa zur Ruhe kommen, macht das neugierig!
- Ruhiger, störungsfreier Raum ohne Ablenkungen
- Bequeme Kleidung, die nicht einengt
- Weiche Unterlage oder Kissen zum Sitzen
- 5-10 Minuten ungestörte Zeit
- Glas Wasser in Reichweite
- Offene, geduldige Haltung der begleitenden Erwachsenen
- Eventuell eine Klangschale oder Glocke
Die Übungen sind für Kinder im Vorschulalter geeignet. Bitte achten Sie auf eine ruhige Umgebung und üben Sie nicht mit vollem Magen. Bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen oder Vorerkrankungen konsultieren Sie bitte vorab einen Kinderarzt. Für Kinder mit sensorischen Besonderheiten können die Übungen angepasst werden - zum Beispiel durch Verwendung von Gewichtsdecken oder speziellen Sitzkissen.